Northern Fall

Mailand Expo 2015 - Day 2

Liebe Leute,
nun ja. Nach nur einem Blog-Eintrag haben wir unser Versprechen, täglich von unserem Aufenthalt in Mailand zu berichten, gleich wieder gebrochen - was nicht unbedingt daran lag, dass wir es vergessen haben. Mehr war es das unglaubliche Pensum, das uns gestern am "Haupttag" die Zeit geraubt hat. Morgens ging es dabei noch gemächlich zu. Nach einer Nacht plus Ausschlafen, was in den letzten Tagen bei vielen von uns definitiv zu kurz kam, genossen wir spartanisches, aber leckeres Hotelfrühstück. Um 14:00 stand dann das Shuttle zum Messegelände vor'm Hotel Auriga bereit, ehe es dann zu unserer Freude mit Klimaanlage zur Expo ging. Wir erwähnen das so deutlich, weil auch gestern wieder sportliche 40 Grad in der Domstadt herrschten. Was uns am riesigen Gelände der Expo dann erwartete, übertraf alle Erwartungen unseres jeden Einzelnen. Nach einer intensiven Flughafenkontrolle (der Sicherheitsbeauftragte kontrollierte Juli besonders intensiv, einfach weil er "seine Mandoline so schön fände"), ging es dann zum Backstage-Raum. Kurz ausruhen, dann Soundcheck - obligatorische Rituale, nicht von großer Spannung bestimmt. Dann ging es mit der Erkundung des Gelände los, wir begannen mit unserem Heimatland: Der deutsche Pavillon war super. Super modern, super groß - aber auch irgendwie super langweilig. Zugegeben, hier hätten wir uns im Vorhinein vielleicht etwas besser informieren können, dennoch traf die Themenauswahl und die Informationsvermittlung nicht so richtig unseren oberflächlichen Musikernerv. Besuche der Ausstellungen aus Österreich, Frankreich, Niederlande und Brasilien folgten - dort ging es alles ein wenig flotter, weniger mustergültig zu. Insgesamt wurde die Veranstaltung einfach durch super freundliche, offene und moderne Menschen geprägt. Die Stimmung über den ganzen Tag hinweg war großartig, auch die Hitze in Mailand konnte da definitiv nichts dran ändern. Ab 20:00 wurde es dann ernst. Vor unserem Auftritt trafen wir uns Backstage, duschten, zogen uns um, sangen uns ein - ehe es dann eine Stunde später losging.
Wir begannen den Gig mit „Elysium" von Bear’s Den und hatten bei den folgenden Songs wahnsinnig Spaß. Die Technik war großartig, auf diesem Niveau hatten wir nie zuvor eine vergleichbare Ausstattung. Kaum beendeten wir unseren letzten Song, fanden wir uns (zu unserer Überraschung) einige Male zwischen schüchtern dreinblickenden Mädchen wieder, um uns auf ihren Wunsch mit ihnen ablichten zu lassen. Viel Zeit war dafür jedoch nicht, denn wir mussten uns relativ schnell beim Shuttle einfinden und fuhren schließlich um kurz nach 11 Uhr leicht erheitert zum Hotel zurück. Als echte (Folk-)Rock Band konnte der Abend natürlich noch nicht vorbei sein. Nach kurzer Rast an der Hotelbar ging es per Taxi über verdächtig lange Schleichwege in Richtung Studentenviertel Navigla. Kurz gefasst: Es wurde gesessen, getrunken und so mancher Italienerin hinterhergeschaut...
Erkenntnisgewinn: Bars in Italien schließen (um 02:00 Uhr). Notgedrungen fanden wir Unterschlupf im Club, dessen Name mir entfallen ist. Ab hier schwinden die Erinnerungen... Es wurde getanzt - zu monotonen Bässen mit maßlos überteuerten Getränken. Schließlich kapitulierten Levy, Julian und Juli als erste und zogen per Fußmarsch gen Auriga. Wie Niki, Linus und Felix den Rest des Abends verbrachten ist schleierhaft; erst beim Frühstück waren wir wieder unter uns.
Danke an alle Organisatoren, danke an alle Zuschauer, die die Reise aus Deutschland auf sich genommen habe, danke Euch für Euer Interesse!

Cheers.


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Mailand Expo 2015 - Day 1

Zwick Altona #2